"Die Aufführung war so intensiv und ausdrucksstark, ich bin noch völlig entrückt in den Weiten der Musik", so sagte ein Soloklarinettist über Wolfgang Michel nach einer Aufführung von Skrjabins dritter Sinfonie mit Herrn Michel als Dirigent.

Wolfgang Michel verkörpert den Dirigententypus, der die Verpflichtung gegenüber den Intentionen des Komponisten mit einer intensiven und ausdrucksstarken Musikalität verbindet. Dabei steht der musikalisch-dramatische Gehalt der Musik und deren Form im Vordergrund.

Aufgewachsen in einer musikalischen Familie lernte Wolfgang Michel zuerst Geige und wechselte dann zur klassischen Gitarre. Ebenso nahm er Klavier- und Orgelunterricht. Das Studium der klassischen Gitarre führte ihn nach Basel, Hartford/Connecticut und zu Privatstunden mit Andrés Segovia. Schon während der Studienzeit entdeckte er seine Vorliebe für den symphonischen Klang und studierte daraufhin Dirigieren in Hartford, Würzburg und Salzburg.

Als Preisträger von zwei Orchesterwettbewerben erhielt er eine Reihe von Engagements, die seine Karriere als Dirigent begründeten.

Wolfgang Michel assistierte bei den Bad Hersfelder Festspielen, für Sylvain Cambreling und bei der Accademia di Montegral von Gustav Kuhn.

Wolfgang Michel arbeitete mit vielen Orchestern in ganz Europa zusammen. Darunter die National Symphony of Ireland, die Nürnberger Sinfoniker, die Bohuslav Martinu Philharmonie in Zlin, die Hofer Symphoniker, die Henryk Wieniawski Philharmonie in Lublin, die Oltenia Philharmonie in Craiova, das Karlsbader Sinfonieorchester und die Radiophilharmonie des NDR in Hannover. Ebenso führten ihn Engagements an die Opernhäuser in Plovdiv, Burgas und das Nationaltheater in Odessa.

Herr Michel wird für seine leidenschaftliche Musikalität und seine offene, gewinnende Art von den Opernhäusern und Orchestern, die ihn einladen sehr geschätzt.

Zuletzt etwa anläßlich der Eröffnung der 200. (!) Saison am Nationaltheater in Odessa/Ukraine mit Verdi´s Rigoletto im Beisein von Premierministerin Julia Timoschenko.

Trotz seiner Vorliebe für das Repertoire der Spätromantik, deren tiefe und weite Klangwelt seinem Wesen entspricht, ist Herr Michel offen für viele Stilrichtungen. Wichtig ist ihm dabei immer die Intentionen des Komponisten zu verkörpern und alle Beteiligten zu inspirieren ihr Bestes zu geben.